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Der
Familienname Daubach ist nicht sehr
verbreitet. Mit einer der
heute weit verbreiteten Telefonauskunft-CDs lässt sich
leicht
feststellen, dass in der Bundesrepublik lediglich etwa
96 Personen mit
diesem Familiennamen gelistet werden, Link:
KlickTel.
Dieser Familienname ist weder in Hans Bahlow, Deutsches
Namenslexikon,
noch in Duden, Familiennamen, bearbeitet von Rosa und
Volker Kohlheim,
aufgeführt. Ob er in anderen Namenlexika aufgeführt ist,
habe ich
bisher noch nicht überprüfen können.
Der Familienname enthält den Wortbestandteil ‚-bach’ und
es liegt daher
nahe, anzunehmen, dass ein Bach dieses Namens dazu
gedient haben
könnte, Personen zu bezeichnen, die an oder in der Nähe
dieses Baches
wohnten.
Es gibt in Deutschland zwei Ortschaften mit dem Namen ‚Daubach’,
nämlich 55566 Daubach im Hunsrück und 56412 Daubach im
Westerwald.
Soweit mir bekannt, gibt es aber nur in der Nähe von
Daubach im
Westerwald einen Bach, der als ‚Daubach’ bezeichnet
wird. Dieser Bach
mündet in den Gelbach, der seinerseits wieder gegenüber
dem Kloster
Arnstein in die Lahn mündet.
Es gibt mehrere Deutungen des Namens ‚Daubach’. Welche
davon
tatsächlich zutreffend ist, kann derzeit noch nicht mit
Sicherheit
entschieden werden.
Der heutige Ort "Daubach"
im Westerwald solle urkundlich erstmals im Jahr
950 mit der damaligen Bezeichnung ‚Diubach’
erwähnt worden sein. Der
Name sei vermutlich keltischen Ursprungs. Der Wortteil
‚Diu’ habe
hiernach die Bedeutung von ‚Schwarz’. Der ‚Daubach’ wäre
demnach also
ein ‚Schwarzbach’, eine Bezeichnung, von der vermutet
wird, sie sei
möglicherweise auf die schwarze Farbe von im Wasser
modernden Laub
zurück zu führen.
Eine weitere Deutung geht davon aus, dass die
urkundliche Benennung als
‚Diufbach’
als Tiefbach zu übersetzen sei, weil der Bach sich ein
tiefes Tal geschaffen habe.
Schließlich gibt es zur Deutung des Namens ‚Daubach’
auch noch die
unten näher dargestellte Auffassung , die eng mit der
Person des
Apostels des Lahngaues, des heiligen Lubentinus,
verbunden ist.
„Um die heidnischen
Germanen zum Christentum zu bekehren, kam
Lubentinus bei seinen Wanderungen durch den Lahngau
auch in unsere
Gegend. Unsere Vorfahren hatten damals in der Senke
zwischen Höchst und
Mühlberg an der heutigen Straße Holzappel / Diez ihre
Malstätte, ihren
heiligen Hain, wo sie ihren Göttern huldigten und
unter einer alten
Eiche Gerichtsbarkeit hielten. Unter dieser Eiche
predigte Lubentinus
den Versammelten das Evangelium von Christus und
bekehrte sie. Hier
errichtete er alsdann das Wahrzeichen der Christen,
ein hölzernes
Kreuz. Noch heute werde diese Stelle die „Kreuzeiche“
und der von
Geilnau heraufführende Pfad „Götzenhainspfad“ genannt.
An der nahen
Quelle, dicht unter dem heutigen Dorfe, taufte
Lubentinus seine neuen
Anhänger und pflanzte auch hier das Christkreuz auf.
Die heutigen
Flur-namen „Kreuzborn“ und „Kreuzwiesen“ halten die
Erinnerung an die
einst hier vorgenommenen heiligen Handlungen wach. Der
aus dieser
Quelle entspringende Bach wurde ‚Tiofbach’ – Taufbach
(heute Daubach)
genannt“.
Der Ort Daubach wird 1343 als ‚Dupach’, 1486 als
‚Duppach’, 1607 als
‚Dauboch’ und 1650 erstmals als ‚Daubach’ erwähnt.
Ein erheblicher Teil der Personen mit dem Familienamen Daubach
wohnt in Orten mit der Postleitzahl 56412, das sind:
Boden, Daubach,
Gackenbach, Girod, Görgeshausen, Großholbach,
Heilberscheid,
Heiligenroth, Holler, Horbach, Hübingen, Nentershausen,
Niederelbert,
Niedererbach, Nomborn, Oberelbert, Ruppach-Goldhausen,
Stahlhofen,
Untershausen, Welschneudorf.
Es darf daher wohl mit großer Wahrscheinlichkeit
angenommen werden,
dass der Familienname Daubach sich von
dem Gewässer
namens ‚Daubach’ in der Nähe der Ortschaft ‚Daubach’ im
Westerwald
herleitet.
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